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Küchen Saarbrücken: Küchenkauf im Jahre 1984
Wir schreiben das Jahr 1984.
Andreas Herzer, damals noch als Herzer junior im Unternehmen, ist bereits seit 3 Jahren im Geschäft rund um das Thema Möbel und Küchen. 1984 gingen die Küchen Saarbrücken Uhren noch viel langsamer. Es gab große Kataloge und der Computer als Planungsinstrument war bis dato eher den Raketenforschern und einigen Kids (C64) vorbehalten. Anstelle gab es eine große Zeichenplatte, Bleistift und Radiergummi. Unverzichtbar war auch der TI-35, ein Taschenrechner, der alle Grundrechenarten beherrschte.
Aber wie lief denn die Beratung im Küchen Saarbrücken Land ohne PC überhaupt ab?
Damals gab es genau eine Musterküche. Meistens in Eiche rustikal und als Blockzeile. Daran hat man alles erklärt. “Kommen Sie bitte mit in unsere Küchenausstellung”, Anfang mit wie bereits erwähnt, genau einer Küche.
Warum nur eine Küche? Nun es war der Beginn einer neuen Ära der Einbau und Anbauküchen. Ganz früher hat man nämlich keine Einbauküchen gehabt, sondern Herd, Spüle, Kühlschrank und einen Küchenschrank. Das wars. Ab und zu passte dies sogar zusammen, meistens, wenn alles weiß war. Die Küchenschränke waren viel zu niedrig, die Menschen waren damals ja auch ein wenig kleiner.
Nun sollte die Küchenzeile das Verhalten der Käufer maßgeblich ändern. Seit der Anbau- und Einbauküche konnte man alles mit einer durchgehenden Arbeitsplatte nebeneinander angliedern. Nicht, dass es so etwas erst seit 1982 gab. Hersteller wie Alno, Bulthaup, Poggenpohl uva. hatten Einbauküchen bereits seit Ende der 60er Jahre im Programm.
Aber erst zu Beginn der 80er Jahre hat sich aus der Einbauküche ein extrem nachgefragter Wohnartikel entwickelt. Und durch die Nachfrage stieg auch die Akzeptenz und die Preise fielen doch erheblich durch die Menge. Fast jeder namhafte Möbelhändler hatte nun eine Küchenabteilung mit Küchenplanern. Kaufte man zuvor seine Elektrogeräte noch im Eisenwarenhandel, so bekam man nun alles aus einer Hand. Und das war auch gut so. Denn nicht allzu selten mußten wir bereits vorhandene Elektrogeräte mühevoll in eine neue Küchenzeile integrieren.
Die Planung ohne PC im Küchen Saarbrücken Land erforderte erheblich mehr Fertigkeiten, wie Zeichnen, konstruieren und ein guten Händchen für Gestaltung und Proportionen, nicht zuletzt auch ein Sinn für den richtoigen Farbton des Farbstiftes. Denn am Ende mußte die Küche ja auch noch in der Farbe lieferbar sein, die man gemalt hatte. Die hohe Kunst waren handcolorierten perspektivischen Zeichnungen, an denen man oft mehrere Tage saß. Auch schon damals war das volle Risiko der Arbeit in einem Entwurf das Risiko des Verkäufers. Kaufte der Kunde nicht, so konnte man die Zeichnungen für Deko-Zwecke verwenden, ab und zu gefiel dann einem Kunden sogar ein bereits abgeschriebener Entwurf. Hunderte, wenn nicht tausende werden kommende Völker bei Ausgrabungen sicherlich als Kunstform der damals lebenden Menschen im Stadtarchiv ausstellen.
Spaß beiseite: Bis so eine Küche wirklich fertiggeplant war und dann auch noch alle, und glauben Sie mir, nicht nur Männer haben Änderungswünsche, alle Wünsche eingezeichnet und eingepreist waren, vergingen oft Wochen. Und der Kunde hatte immer noch keinen Auftrag erteilt. Manch garstiger Kunde beschäftigte gleich 3-5 Küchenhändler gleichzeitig. Nicht daß dies heute anders wäre, man hat jedoch erheblich weniger Arbeit, weil irgendwie alles doch mit dem PC einfacher und schneller geht.
Was waren damals die meisten Wünsche – oder auf was hat man den modernen 1984er Küchenkunden gerne einmal hingewiesen. Nunja, ein Geschirrspüler wäre nicht schlecht. Ein Creanfeld ist hartnäckig und Marmelade (damals hat an noch ganz schön viel Marmelade selbst gemacht) brannte nicht direkt ein. Der Heißluftherd, wahrscheinlich ein Produkt der Gastro Küche, war auch schon damals auf dem Wunschzettel der meisten Familien und Singles. Aber der letzte Schrei waren bunte Becken, besondern in dunkel-flambiertbraun (heute absolut widerlich!).
Der letzte nicht bezubekommende Makel der 60er und 70er waren allerdings noch Eckbänke in Eiche rustikal. Nicht, dass man heute keine Eckbänke gerne verkauft, die damaligen erinnerten doch 100%-tig an die Bierkneipe von nebenan. Im Laufe der Jahre zierte auch ein nette Camouflage-Muster aus Tomatensoße, Erbsensuppe und allen nur erdenklich Essens- und Soßenresten das teure Verlours, mit dem die meisten Bänke bezogen waren.
Erfahren in der nächsten Ausgabe:
“Der erste Computer in der Küchenplanung – wir schreiben das Jahr 1989!”